
Coaching-Prozesse erstrecken sich meist über einen längeren Zeitraum; ca. sechs Sitzungen mit jeweils monatlichem Abstand sind üblich. Sowohl die gesamte Dauer als auch die Abstände zwischen den Sitzungen richten sich jedoch nach den Bedürfnissen und der Zielsetzung des Klienten.
Besonders bei akuten Problemen mit dringendem Klärungsbedarf kann es sein, die ersten Sitzungen wöchentlich erfolgen zu lassen und die Zeitabstände zwischen den Sitzungen nach einer erfolgten Stabilisierung zu vergrößern.
Auch Kurz-Coachings sind keine Seltenheit und finden meist im Rahmen von ein bis zwei Sitzungen statt.
Coaching-Prozesse verlaufen individuell und sehr unterschiedlich, dennoch ist Coaching ein strukturierter Prozess.
Jedem Coaching-Prozess geht ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch voran. Hier lernen sich Klient und Coach kennen und testen, ob sie zueinander passen und sich gegenseitig Vertrauen und Akzeptanz entgegenbringen. Der Klient hat die Möglichkeit, sein Problem zu schildern und zu seinen Erwartungen und Bedürfnissen Stellung zu nehmen. Der Coach gibt einen Einblick in seine Arbeitsweise und stellt sein Konzept vor.
Die Rahmenbedingungen und Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Coaching-Prozess werden geklärt.Coach und Klient entscheiden sich in der Regel ein paar Tage nach dem Erstgespräch für oder gegen eine Zusammenarbeit.
Nachdem sich beide für eine wechselseitige Arbeitsbeziehung entschieden haben, erfolgt die Auftrags- und Zielklärung. In dieser Phase werden Prioritäten gesetzt, Kriterien für die Zielerreichung erarbeitet, Teilziele abgeleitet. Die Art der Zusammenarbeit wird festgelegt.Coach und Klient sprechen über Rahmenbedingungen wie Ort, Zeit, Dauer der Sitzungen und über das Honorar und legen diese Rahmenbedingungen in einem formellen Vertrag fest.
Nach einer eingehenden Analyse der Ausgangssituation beginnt die systematische Prozessarbeit an den vereinbarten Themen zur Zielerreichung und Problemlösung.
In dieser Phase des Coaching-Prozesses erfolgt bereits die kontinuierliche Umsetzung des Gelernten durch den Klienten in der Praxis.
Er probiert aus, experimentiert, übt und reflektiert seine Entwicklungsschritte.
Nach einer angemessenen Stabilisierungsphase, in der das Gelernte bewusst gemacht, Erfolge wiederholt werden und der Umgang mit Widerständen und Konflikten gesichert wird, kommt der Coaching- Prozess zum Abschluss.
Der Coach gibt ausführlich Feedback und erarbeitet gemeinsam mit dem Klienten weitere Schritte, die dieser dann selbständig im Arbeitsalltag umsetzt.
Meist erfolgt in einem Abstand von drei bis sechs Monaten eine Evaluation zur Überprüfung der Wirksamkeit des Coachings.
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